Zwischen Prompt und Pädagogik – Sprachsensible Unterrichtsgestaltung mit generativer Künstlicher Intelligenz

Kurszeitraum
30. September 2026 bis 18. November 2026
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Dauer
2 synchrone online-Termine à 4 Std. + Selbstlernphase im Umfang von 10 Std
Abschluss
Teilnahmebescheinigung der Akademie der Ruhr-Universität Bochum
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Geeignet für
Lehrkräfte aller Schulformen

Zwischen Prompt und Pädagogik – Sprachsensible Unterrichtsgestaltung mit generativer Künstlicher Intelligenz

KI und insbesondere generative Sprachmodelle (LLMs) verändern die Art und Weise, wie Unterrichtsmaterialien erstellt, differenziert, individualisiert und angepasst werden können. Sie ermöglichen es unmittelbar, Aufgaben sprachlich zu vereinfachen, zu erweitern oder für unterschiedliche Lernvoraussetzungen aufzubereiten. Doch was bedeutet das für das professionelle Verständnis von Lehrpersonen? In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmenden zunächst, wie große Sprachmodelle funktionieren und wie sie gezielt für die Erstellung und Anpassung von Unterrichtsmaterialien eingesetzt werden können. Dabei stehen die Entwicklung eigener Prompts und die praktische Erprobung im Vordergrund. In der anschließenden Transferphase erproben die Teilnehmenden die Nutzung von LLMs im eigenen Unterricht und reflektieren deren Potenziale für sprachsensible Lernsettings. Im zweiten Fortbildungsblock wird die Perspektive erweitert: Wenn KI Aufgaben der Materialerstellung übernimmt, stellt sich die Frage nach den Aufgaben der Lehrkraft neu. Im Zentrum stehen dabei Fragen nach professioneller Unterrichtsgestaltung, Begleitung und der Förderung von Lernerautonomie im Kontext von KI-gestützten Lernumgebungen. Die Fortbildung verbindet praktische Anwendung mit kritischer Reflexion und eröffnet einen professionellen Diskurs über Unterrichtsgestaltung im Zeitalter generativer KI.

Block 1 – Einführung & praktische Anwendung 
● Einführung: Was sind LLMs und wie funktionieren sie?
● Potenziale und Grenzen generativer KI im schulischen Kontext
● Prompting als professionelle Handlungskompetenz von Lehrpersonen (und
Schüler:innen)
● Erstellung und Anpassung von Unterrichtsmaterialien (Individualisierung)
● Erprobung eigener Prompts und Materialentwicklung
● Vorbereitung der Transferphase

Transferphase
● Erprobung eines eigenen Einsatzszenarios im Unterricht
● Nutzung von LLMs zur Materialerstellung oder -anpassung
● Reflexionsaufgaben (über Moodle)
● optionaler kollegialer Austausch

Block 2 – Reflexion & Perspektivwechsel 
● Austausch über Erfahrungen aus der Praxisphase
● Analyse und gemeinsame Bewertung erstellter Materialien
● Qualitätskriterien für KI-generiertes Unterrichtsmaterial
● Irritationsimpuls: Wenn KI Unterrichtsmaterial erstellt – was bleibt dann Aufgabe der
Lehrperson?
● Diskussion
● Transfer in den eigenen Unterricht

1. Teil: Mittwoch, der 30.09.2026

2. Teil: Mittwoch, der 18.11.2026

jeweils 09:00 – 13:30 Uhr

Zwischen den beiden Teilen gibt es eine Transferphase, in der Sie die Inhalte aus dem 1. Teil auf Ihre eigene schulische Praxis übertragen und im Unterricht erproben können. Im 2. Teil können Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Teilnehmer:innen teilen, Fragen stellen und Ihre fachlichen Kenntnisse vertiefen.

Ihr Nutzen

● Sie kennen grundlegende Funktionsweisen großer Sprachmodelle (LLMs) und deren Grenzen.
● Sie können LLMs zur Erstellung und Anpassung sprachsensibler Unterrichtsmaterialien einsetzen.
● Sie entwickeln eigene Prompts für unterschiedliche unterrichtliche Anwendungszwecke zur Materialerstellung.
● Sie reflektieren die Qualität KI-generierter Materialien anhand fachlicher, sprachlicher und didaktischer Kriterien.
● Sie erproben den Einsatz von LLMs im eigenen Unterricht und werten Erfahrungen systematisch aus.
● Sie setzen sich mit veränderten Anforderungen an Lehrpersonen im Kontext von KI-gestütztem Unterricht auseinander.
● Sie entwickeln Perspektiven für die Förderung von Lernerautonomie unter Bedingungen generativer KI.

Beratung und Kontakt

Lecturers

Lena Maria Kesting
Lena Maria Kesting

ist abgeordnete Lehrerin an die Ruhr-Universität Bochum. Zuvor war sie über zehn Jahre an verschiedenen Schulen in Nordrhein-Westfalen tätig und an zwei Schulgründungs- und aufbauprozessen beteiligt. Sie ist ausgebildete LRS-Therapeutin, verfügt über eine DaF/DaZ-Zusatzqualifikation und hat langjährige Erfahrung im sprachsensiblen Unterricht. An der Ruhr-Universität Bochum ist sie in der Professional School of Education tätig und promoviert in der AG Schulforschung in der Erziehungswissenschaft im Bereich der Professionalisierung von Lehrkräften in der dritten Phase der Lehrer:innenbildung. In ihrer Promotion forscht sie zur Lehrperson als Lernbegleitung. Ihre Arbeits- und Interessenschwerpunkte liegen in der Professionalisierung von Lehrpersonen, Lernbegleitung und dem Wandel von Lernkultur, innovativen Lehr- und Lernformaten im schulischen Kontext sowie Fragen von Agilität und Digitalität in Bildungsprozessen. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Begleitung von Schulentwicklungs- und Schulgründungsprozessen. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit liegt auf dem Einsatz generativer KI in Bildungskontexten sowie auf der Frage, wie sich Unterricht und das professionelle Selbstverständnis von Lehrpersonen in einer Kultur der Digitalität verändert.

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