Worin liegt die größte Herausforderung für den deutschen Energiesektor der nächsten Jahre? Neben Netzausbau und z.B. die langsamen Prozesse in der Politik werden die meisten Insider wohl zustimmen, dass Nachwuchs- und Fachkräftemangel insbesondere den HR-Abteilungen Sorgen bereitet.
Der EUREF Talent Campus in Düsseldorf ist eine der Antworten auf diese Herausforderung. Indem er die Standortvorteile des Campus mit seinen zig Unternehmen und die Kooperation zwischen vier Hochschulen in NRW auf gewinnbringende Art und Weise verbindet.

Internationale Studierende kommen an den Campus, um ihren Master abzulegen und werden neben viel theoretischem Input direkt in einige der spannendsten Projekte der Branche integriert. Auf diese Weise wird nicht am Bedarf vorbei geschult, gleichzeitig können die Unternehmen die Talente der Zukunft kennenlernen und wenn es passt, an sich binden. In diesem wegweisenden Konzept, das bereits am EUREF Campus Berlin erfolgreich eingeführt ist, verbinden sich Wirtschaft und Wissenschaft auf sehr praxisnahe Weise.
NRW Wissenschaftsministerin Ina Brandes wollte sich von diesem Konzept bei ihrem Besuch am 09.09. am EUREF Talent Campus persönlich überzeugen und nach einer Tour über den CO2-neutralen EUREF Campus, begrüßte Karin Teichmann, Vorständin der EUREF AG, UnternehmensvertreterInnen, wissenschaftliche Leitungen und nicht zuletzt auch die Studierenden am Talent Campus.
Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund hob die Bedeutung universitärer Kooperationen und praxisorientierter Ausbildung für die Zukunftsfähigkeit des Standorts NRW hervor.
Wie eng und fruchtbar Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Campus verzahnt sind, verdeutlichte Stefan Deibel, Head of Learning & Development bei SPIE Germany Switzerland Austria. In seinem Impuls berichtete er über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem EUREF Talent Campus bei der Qualifizierung dringend benötigter Fachkräfte für die Energie- und Mobilitätswende.
Anschließend kamen die wichtigsten Stimmen der International Academy for German Engineering and Science (IAGES) zu Wort, eine Kooperation aus vier Hochschulen (RUB, TU Dortmund, UDE; HSD), die richtungsweisend für die Verzahnung von Praxis und Wissenschaft ist.
Die wissenschaftlichen Leiter der IAGES-Programme, Prof. Dr. Andreas Löschel, Prof. Dr. Lars-Peter Lauven und Prof. Dr. Franziska Schaube, gaben Einblicke in die Curricula und die Entwicklung der bereits laufenden Masterstudiengänge, Sustainable Energy and Hydrogen Infrastructures (SEHI) und Management of Smart and Sustainable Energy Systems (MOSSES).
Im Mittelpunkt des Ministerinnenbesuchs stand jedoch der direkte Austausch mit den Talenten: Die internationalen Studierenden Minkun Kim und Manahil Khan stellten eindrucksvoll ihre aktuellen Praxisprojekte vor. Sie zeigten auf, wie sie bereits während des Studiums verantwortungsvolle Aufgaben bei namhaften Industriepartnern wie Schneider Electric oder SPIE übernehmen und so den Transfer von Forschung in die Praxis aktiv mitgestalten. Ministerin Brandes suchte das persönliche Gespräch mit den Studierenden, erkundigte sich nach deren individuellen Wegen nach Düsseldorf und zeigte sich begeistert vom internationalen Profil und dem Engagement der Nachwuchskräfte.
Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die Weiterentwicklung des Standorts: Prof. Dr. Ellen Enkel stellte den für das kommende Jahr geplanten, innovativen Masterstudiengang im Bereich Logistik vor. Dr. Yves Gensterblum von der Akademie der Ruhr-Universität Bochum unterstrich abschließend die Vision, den EUREF Talent Campus Düsseldorf nachhaltig als lebendigen Netzwerk- und Begegnungsort für Studierende, Spitzenforschung und Unternehmen zu etablieren.



